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Samstag, 11. Januar 2014

Erfahrungsbericht Teil 2 - vom STL File zum 3D Objekt

Im letzten Erfahrungsbericht habe ich in Google´s Sketchup einen iPhone Halter entworfen. Nun nach den Weihnachtsfeiertagen habe ich das Ding endlich ausgedruckt.


Als ich das STL-File fertig hatte ist mir eingefallen, dass ich es etwas breiter machen könnte (für 2 iPhones) und auch eine Aussparung für das Ladekabel lassen könnte. Also habe ich es nochmals minimal abgewandelt.



Tipp: Immer nach abspeichern des fertigen Files noch eine Nacht drüber schlafen bevor Ihr es ausdruckt - Euch fällt sicher noch etwas ein, das man besser machen kann!

Einlesen und Vorbereiten

screenshot Beispiel

Ich habe mein Objekt im happylab Wien ausgedruckt - auf einem Stratasys Dimension Elite. Dazu habe ich zuerst mal am angeschlossenen Computer das Programm CatalystEX geöffnet, und vom USB Stick das STL eingelesen. Nun kann man noch folgende Faktoren einstellen:
  1. Dichte des Drucks (vollgefüllt, leichte, bzw. engere Wabenstruktur)
  2. Dicke der Schicht (0.254 mm  oder 0.178 mm)
  3. Lage des Objekts auf der Druckplatte (es gibt eine SMART Einstellung die für Anfänger zu empfehlen ist)


Danach schickt man das Objekt auf die Packliste. Nun rechnet CatalystEX die zu erwartende Druckzeit und den Verbrauch an Material aus. Das Material wird getrennt berechnet- einmal für das Objektes und für das Stützmaterial. Dazu gibt Dir das Programm eine Ansicht wie der Drucker das Stützmaterial beim Druck aufbauen wird (dazu braucht man sich also keine eigenen Gedanken machen). In meinem Fall waren das 
  • Objekt: 95 cm3 ABS  
  • Support Material: 43cm3 
  • Zeit: knapp 20 Stunden (hohe Dichte, beste Auflösung)
Tipp: Wenn Ihr 3D Schrift ausdruckt richtet das Objekt nach Möglichkeit so aus, dass die Schrift parallel zur Basisplatte liegt, da im rechten Winkel die Schrift leicht verzerren kann.

Mit dem Befehl drucken am Computer wird die Packliste dann final an den Drucker übergeben, wobei es dann dort vorerst mal nur in der Queue liegt. 

Am Drucker


Beim Einlegen der Druckplatte in den Druckraum immer darauf achten, dass der Raum schon aufgeheizt sein kann und daher beim Plattenwechsel am besten mit Handschuhen arbeiten! Schritt eins - saubere Platte einsetzen - Schritt 2 Daumen halten und Programm am Drucker starten & warten.

Nach dem Druck

Das fertige Teil unbedingt mit Handschuhen aus dem Drucker nehmen - heiß! - und dann das Stützmaterial entfernen. 


In diesem Fall erledigt sich das parktischerweise von selbst da es laugenlöslich ist. 2 Stunden in einem Laugenbad einlegen und danach gut mit Wasser abspülen.

Voila - mein ganzer Stolz der Partner iPhone Halter - mein allererstes 3D Druckstück!




Viel Spaß mit Eurem Projekt,
meierei

Freitag, 20. Dezember 2013

Das Happylab in Wien macht aus Träumen 3D

 

Zum Angreifen und Austesten von 3D Druck ist das Happylab im Nov. 2010 in Wien gegründet worden. Inzwischen hat es sich zu einem aktiven Treffpunkt für Hobby Bastler in Sachen 3D Druck entwickelt - Tendenz stark steigend.


Wer noch gar keine oder nur wenig Erfahrung im 3D Druck hat ist hier genauso willkommen, wie Studenten die Ihre Architektur-Projekte ausdrucken wollen.
Auch kleine Unternehmen die Prototypen Ihrer neuesten Kreation hier einfach ausdrucken finden hier im 2. Wiener Bezirk das nötige, professionelle Werkzeug.

Das Happylab ist ein sogenanntes FabLab (Abk. für Fabrikations Labor) also eine offene, demokratische High-Tech-Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen industrielle Produktionsverfahren für Einzelstücke zur Verfügung zu stellen.


Tag der offenen Tür


Mittwochs abends ist immer freier Eintritt inkl. Führung durch das Wiener FabLab und im Anschluß gibt es eine Einschulung auf einem der dort vorhandenen Geräte - also
  • 2x 3D Drucker
  • 1x CNC Fräse
  • 1x Lasercutter
Mein Tipp: Unbedingt vorbeischauen!

 
 
Selbst entwerfen - und auf professionellen Geräten produzieren

Während klassische 3D Druck Läden oft mit einfacheren 3D Druckern arbeiten und du dort nur das zu produzierende File abgibst, mußt/darfst Du hier nach der Einschulung selbst an die Geräte ran - und diese sind sehr professionelle Geräte wie der Dimension Elite 3D Drucker von Stratasys.

Die Community

Als zusätzliches Plus haben die Member des Happylab auch noch ein Online Forum wo man sich auch über Tipps und Tricks beim 3D Druck austauscht und so Hilfe bekommt, wenns mal bei einer Herstellung zwickt.

Ein echter Tipp für alle Modellbauer, Architektur-Studenten, Designer und Interessierte  aus Wien und Umgebungdie mal selbst Hand an den 3D Druck legen wollen.

meierei